Urinuntersuchung Hund

Urinuntersuchung (Urintest) beim Hund

Warum ist der PH-Wert von Hundeurin so wichtig?

Bakterien die oftmals für Blasenentzündungen verantwortlich sind, fühlen sich in einem alkalischen Milieu mit hohem pH-Wert sehr wohl.

Ein hoher PH-Wert (ab 6,5 ) ist ein Nährboden für schädliche Bakterien die außerdem noch ein Auslöser für Struvit-Kristalle.

Der PH – Wert eines gesunden Hundes liegt nüchtern bei einem Wert von 5 – 7,5 in einem sauren Bereich.

Man sollte den PH – Wert immer nüchtern messen.
Ab besten morgens wenn der Hund noch nicht gefüttert wurde.

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Warum sollte der Tierarzt eine Urinuntersuchung durchführen?

Eine Urinanalyse ist ein einfacher Test, um die Harnwege (Nieren und Blase) des Hundes zu beurteilen und Einsicht in die Glukose-Regulierung und Leberfunktion zu erhalten.

Eine jährliche Urinanalyse bei allen Hunden, die acht Jahre alt oder älter sind wird von vielen Tierärzten empfohlen.
Wenn der Hund erhöhte Wasseraufnahme, häufigeres Urinieren, Schmerzen beim Wasserlassen oder sichtbares Blut im Urin hat, ist eine Urinuntersuchung nötig um das Problem zu erkennen.

Wie entnimmt ein Tierarzt dem Hund Urin?

Der Tierarzt wird dem Hund mittels Punktion der Harnblase (Zystozentese) Urin entnehmen.
Diese Harnblasenpunktion wird in aller regel Blind durchgeführt oder aber unter sonografischer Kontrolle
Durch diese Methode bekommt der Tierarzt sterilen Urin für die Laboruntersuchung.

Eine Betäubung ist nicht erforderlich.
Komplikationen sind sehr selten.
Manchmal gelangt nach der Punktion eine kleine Menge Blut in den Urin.
Das ist jedoch harmlos.

Zeitpunkt der Urin Analyse

Die Urinprobe wird am besten innerhalb von 30 Minuten nach der Entnahme analysiert.
Andernfalls können bestimmte Faktoren (wie Kristalle, Bakterien und Zellen) ihre Zusammensetzung im Laufe der Zeit verändern (auflösen oder multiplizieren).

Wenn du selbst eine Urinprobe sammelst, gib diese so schnell wie möglich beim Tierarzt oder in der Tierklinik ab.

Der tatsächliche Zeitpunkt der Uringewinnung ist in der Regel nicht wichtig.

Nur wenn man ein Screening auf das Cushing-Syndrom oder den Urin-Cortisolspiegel macht sollte die Urinprobe vom Morgen stammen.
Dies wird dir der Tierarzt aber sicher sagen.

Sichtprüfung

Der Tierarzt wird den Urin visuell auf Farbe und Klarheit untersuchen.

  • Eine hellrote oder braun gefärbte Urinprobe kann auf Blut hinweisen.
  • Ein bräunlicher orangefarbener Urin kann auf eine Lebererkrankung oder eine mögliche Nebenwirkung eines eingenommenen Arzneimittels hindeuten.
  • Ein trüber Urin kann darauf hindeuten, dass eine Infektion oder ein Protein im Urin vorhanden ist.

Obwohl dies in der Untersuchung elementar erscheint, kann dieses Wissen bei der Interpretation der Urinteststreifen entscheidend sein.

Die Farbe und Klarheit kann einige der Messwerte auf dem Messstab negativ beeinflussen, was zu falschen Testergebnissen führt.
Zum Beispiel, wenn der Urin hellrot ist, wird er fälschlicherweise die Messwerte auf dem Messstab für Protein, Säure und spezifisches Gewicht erhöhen.

Der Test mit Urinteststreifen

Ein Urinteststreifen ist ein semiquantitativer Schnelltest zur Urinuntersuchung.
Der Urinteststreifen ändert je nach Vorhandensein einer Substanz im Urin seine Farbe.

Ein Urinteststreifen  kann folgendes prüfen:

Säure (pH):

Der pH-Wert zeigt die Säure des Urins an.

Bei gesunden Hunden liegt der pH-Wert im Urin typischerweise im Bereich von 6,5 bis 7,5.
Wenn der pH-Wert sauer (pH-Wert unter 6) oder alkalisch (pH-Wert über 7) ist, können Bakterien gedeihen und sich Kristalle oder Blasensteine ​​bilden.

Seien jedoch nicht beunruhigt, wenn der pH-Wert deines Hundes nicht 6,5 beträgt.
Im Laufe des Tages gibt es normale pH-Schwankungen im Urin, insbesondere im Zusammenhang mit dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und Medikamente.
So ist ein einzelner, etwas höherer oder niedrigerer pH-Wert im Urin nicht alarmierend, wenn der Rest der Urinanalyse im normalen Bereich liegt.

Wenn es durchweg abnormal ist, könnte dein Tierarzt weitere Untersuchungen durchführen wollen.

Protein:

Bei einem Urinteststreifen sollte Protein nicht routinemäßig im Urin gefunden werden.
Ein positiver Test auf Protein im Urin kann ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion, Nierenerkrankung oder Blut im Urin sein.

Zucker:

Zucker sollte nicht im Urin nachgewiesen werden. Das Vorhandensein von Zucker im Urin kann eine rote Flagge für zugrunde liegenden Diabetes mellitus sein.

Ketone:

Ketone sind anormale Nebenprodukte, die von den Zellen des Hundes produziert werden, wenn diese keine ausreichende Energiequelle haben.
Wenn dein Hund positiv auf Ketone in seinem Urin getestet wird, sollte auf Diabetes Mellitus geprüft werden.

Bilirubin:

Bilirubin ist das gelb färbende Abbauprodukt von Hämoglobin in roten Blutkörperchen.
Bilirubinurie (Bilirubin im Urin) ist ein anormaler Befund und zeigt an, dass rote Blutkörperchen in der Blutbahn deines Hundes mit einer höheren Rate als normal zerstört werden.

Es kann in Hunden mit Lebererkrankungen und Autoimmunerkrankungen gefunden werden.
Denke daran, dass Hunde mit Blut in ihrem Urin von einer Blasenentzündung das Bilirubin-Pad auf dem Messstab falsch färben kann.

Blut :

Der Urinteststreifen kann rote Blutkörperchen oder andere Bestandteile des Blutes, wie Hämoglobin oder Myoglobin, die im Urin des Hundes vorhanden sind, identifizieren.

Blut im Urin muss durch mikroskopische Untersuchung des Urins weiter untersucht werden.
Blut im Urin kann auf eine Infektion, ein entzündliches Problem oder Steine ​​in der Blase oder Niere hinweisen.
Es kann andere Pads auf dem Urinteststreifen geben, wie Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Nitrite, aber diese sind keine relevanten Tests für Hunde.

Mikroskopische Beurteilung des Urinsediment (Harnsediment)

In vielen Fällen wird der Tierarzt das Urinsediment ( Feststoffe im Urin wie zum Beispiel Zellen, abgeschilferte Epithelzellen aus den Harnwegen, Bakterien, weiße Blutkörperchen oder rote Blutkörperchen) unter dem Mikroskop betrachten wollen.

Um die Urinprobe mikroskopisch zu untersuchen, wird der Urin zentrifugiert (mit extrem hohen Geschwindigkeiten geschleudert) Die festen Bestandteile des Urins setzen sich auf dem Boden ab und können anschließend unter dem Mikroskop betrachtet werden.

Feststoffe die im Urinsediment gefunden werden können:

Weiße Blutkörperchen

  • können ein Zeichen für eine Infektion oder einen entzündlichen Prozess in der Blase oder Niere sein.

Rote Blutkörperchen

  • können ein Zeichen von Trauma oder Reizung der Blasenwand oder Niere sein.
    Der Tierarzt findet rote Blutkörperchen im Urin bei Hunden mit Blasen- oder Niereninfektionen, Blasen- oder Nierensteinen, interstitiellen Zystitis (Entzündung innerhalb der Blase) oder Krebs im Harntraktsystem.

Bakterien

können ein Hinweis auf eine Infektion sein.
Wenn Bakterien in der Urinprobe gefunden werden sollten diese identifiziert werden um das beste Antibiotikum gegen die Infektion auszuwählen.

Wenn der Tierarzt keine Bakterien im Urinsediment findet, bedeutet dies nicht unbedingt, dass der Hund keine bakterielle Infektion in der Blase oder Niere hat. In verdünnten Urinproben oder in Urinproben, die eine enorme Anzahl von weißen oder roten Blutkörperchen enthalten, können die Bakterien übersehen werden.

Fordere zur Klärung immer eine Urinkultur an, wenn das Sediment die Diagnose einer Harnwegsinfektion zunächst nicht unterstützt und der Hund klassische Anzeichen einer Harnwegsinfektion, wie häufigeres Urinieren und Schmerzen beim Wasserlassen zeigt.

Abgüsse

werden normalerweise nicht bei gesunden Hunden gefunden und können ein Hinweis auf Nierenschäden sein.
Meine beste Erklärung dafür, was Abgüsse sind, ist die folgende – stellen dir vor, die Niere besteht aus vielen Rohren.
Die Nieren sind mit Zellen ausgekleidet, und wenn sie gereizt sind, werfen sie ihre Innenhaut wie Schlangen, die ihre Haut abstreifen, in den Urin.

Ablagerungen im Urin sind ein Hinweis darauf, dass es eine Problem mit den Nieren geben kann.
Der Tierarzt sollte die Urinprobe weiter untersuchen.

Kristalle

Wenn der pH-Wert des Urins vom normalen Bereich abweicht (5 – 7,5), ist es möglich, dass die Inhaltsstoffe, die natürlicherweise im Urin vorhanden sind, sich zu Kristallen oder Steinen verbinden.

Bei Hunden sind oftmals Bakterien die Ursache für die Bildung von Blasensteinen.

Bei konzentriertem Urin oder Urin, der mehr als eine halbe Stunde nach der Entnahme analysiert wurde, ist das Auffinden von gelegentlichem Struvit oder Kalziumoxalatkristallen in der Probe nicht ungewöhnlich.
Wenn die Anzahl der Kristalle im Urin sehr hoch ist, kann es nötig sein das der Tierarzt ein Röntgenbild oder Ultraschallbild des Abdomens (Hinterleib) erstellt, um nach Blasen- oder Nierensteinen zu suchen.

Andere Zellen

Gelegentlich können bei Hunden mit Blasentumoren atypische Zellen in ihrem Urin gesehen werden.
Hunde mit gereizten Blasenwänden geben Zellen in den Urin ab, sogenannte Übergangsepithelzellen.

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Dieser Artikel wurde nach besten Wissen und Gewissen recherchiert und soll dem Hundehalter einen ersten Überblick bei einer Urinuntersuchung seines Hundes geben.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen

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